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Keller, ja oder nein?

Verantwortlicher Autor: Albert Urlberger Bogen, 12.05.2015, 14:15 Uhr
Presse-Ressort von: Albert Urlberger Bericht 5932x gelesen
Hobbykeller
Hobbykeller  Bild: photowahn/Fotolia

Bogen [ENA] Bei dieser Frage scheiden sich die Gemüter. Gerade beim Neubau eines Ein- oder Mehrfamilienhauses sollte im Vorfeld das Pro und Contra eines Kellerbaus bis ins letzte Detail durchdacht werden. Was brauche ich? Was bin ich bereit zu investieren? ? Fragen über Fragen.

Diese können nur nach eingehender Analyse der eigenen, ganz individuellen Anforderungen, der örtlichen Gegebenheiten und des zur Verfügung stehenden finanziellen Rahmens geklärt werden. Denn jeder Häuslebauer hat seine eigenen Ideen, wie er einen möglichen Kellerraum nutzen möchte oder ob er sich generell dagegen ausspricht. Der Bau eines Kellers kostet viel Geld. Daher überlegen sich immer mehr junge Bauherren, ob diese Ausgabe überhaupt sinnvoll ist. Doch wer sich dies nicht im Voraus gut überlegt und später unterkellern möchte, bezahlt für den höheren Aufwand wesentlich mehr. Ein Haus mit Keller hat jedoch einen klaren Vorteil: Der Wiederverkaufswert gegenüber einem Haus ohne Keller steigt.

Ist ein Keller SINNVOLL? Selbstverständlich erfüllt ein Keller nicht mehr die gleiche Funktion wie noch vor 50 Jahren, als frische Vorräte aus dem eigenen Garten gelagert werden mussten. Doch im Wandel der Zeit entstanden viele weitere Möglichkeiten der Nutzung, die dazu verführen, sein zukünftiges Eigenheim zu unterkellern. Wer sein Haus in einer Hanglage plant, könnte zum Beispiel eine teilweise Unterkellerung befürworten. Da die Front deutlich höher liegt, ist hier der Einbau von normalen Fenstern möglich. Dieser Teilkeller kann also sehr gut als zusätzlicher Wohnraum genutzt werden, wenn die Familie Zuwachs bekommt oder die größeren Kinder mehr Raum für sich beanspruchen.

Auch heute noch werden Keller durch das auch im Sommer angenehme Raumklima als Vorratsräume errichtet, doch er kann auch komplett umfunktioniert werden. Nicht nur die Waschküche hat in diesem unterirdischen Raum Platz, auch der Hobbykeller des Hausherrn, die Sauna oder ein Partykeller sind in der heutigen Zeit sehr gefragt. Je größer eine Familie ist, desto mehr Stauraum wird benötigt. Ist der Dachboden ausgebaut, bleibt nicht viel Platz für die Dinge übrig, die man nicht täglich braucht. Vielfach werden die Kellerräume auch dazu genutzt, die Heizungsanlage, Öltanks etc. unterzubringen, welche im Wohnraum viel Platz kosten würden.

Welche Überlegungen sprechen GEGEN den Bau eines Kellers? Nicht immer ist es möglich, einen Keller zu bauen. Bei drückendem Grundwasser, einer Lage nahe an einem zu Überschwemmungen neigenden Gewässer oder beim Hausbau in einer Moorgegend sollte man von einem Kellerbau absehen, da hier die Risiken eines Wasserschadens zu hoch sind. Wer zukünftig eine große Wohnfläche sein Eigen nennt oder über ein Gartenhaus, einen nicht genutzten Dachboden oder eine große Garage verfügt, benötigt eigentlich keinen zusätzlichen Stauraum mehr. Auch offene Treppen eignen sich hervorragend dazu, den Staubsauger oder die Koffer für die nächste Reise trocken und sicher zu verstauen.

Dazu ist ein Keller auch immer eine Risikoquelle für mögliche Wasserschäden oder, bei unsachgemäßer Isolierung, einem dauerfeuchten Klima, in dem weder Kartoffeln noch Haushaltswaren gut untergebracht sind. Viele Häuslebauer scheuen sich aber einfach grundsätzlich vor den hohen Kosten, die bei einer Unterkellerung entstehen würden. Ein eindeutiges Argument gegen den Kellerbau ist, dass der Ausbau der oberen Räumlichkeiten gut mit dem eingesparten Geld finanziert werden kann.

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