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Klinkerfassaden unter der Lupe – Entscheidungshilfe

Verantwortlicher Autor: Albert Urlberger Bogen, 03.08.2016, 15:10 Uhr
Presse-Ressort von: Albert Urlberger Bericht 6221x gelesen
Klinkerhaus
Klinkerhaus  Bild: Fotolia - fotografci

Bogen [ENA] Fassadengestaltung mit Klinker ist eine Alternative zu den so beliebten Putzfassaden. Eine Klinkerfassade ist robust, ästhetisch und vielseitig einsetzbar. Klinkersteine sind ein universeller Baustoff – sie passen sowohl zu modernen als auch zu traditionellen Häusern.

Der größte Vorteil von Klinkerfassaden ist ihre extreme Robustheit, lange Lebensdauer und gute Wärmedämmung. Klinker ist ein Ziegel, welcher unter so hohen Temperaturen gebrannt wird, dass dadurch die Poren geschlossen werden. Klinkersteine sind nämlich Tonbaustoffe, welche kaum Wasser aufnehmen und sehr widerstandsfähig sind. Klinker sind nach DIN 105 genormt und werden in 3 Gruppen unterteilt: • Vollklinker (KMz) • Hochlochklinker (KHLz) • Normalformat (NF). Für die Fassadengestaltung können auch Klinker in Sondermaßen produziert werden.

PLUSPUNKTE einer Klinkerfassade: Eine Klinkerfassade ist bei zweischaligen Außenwänden empfehlenswert. Hier bleibt die tragende Wandkonstruktion mit Innenmauerwerk dank Vormauerziegel vor Witterung wie Regen, Wind, Frost, Hagel geschützt. So eine Fassade muss nicht oft gewartet werden wie z.B. eine Putzfassade. In den meisten Fällen reicht es, diese zu imprägnieren und zu reinigen. Klinker-Fassaden sehen ästhetisch aus und erhöhen den Verkaufswert des Hauses. Die Installation von Klinkerfassaden ist kostenintensiv, aber man hat dafür eine enorme Auswahl an Farben, Größen und Texturen der Klinker. Die Wahl der Fassadenverkleidung richtet sich aber letztendlich nach den Regelungen in den Bebauungsplänen.

ISOLIERKLINKER für bessere Fassadendämmung: Isolierklinker sind Klinker mit Dämmung, welche als Wärmedämmverbundsystem (WDVS) Anwendung finden. Isolierklinker sind dünne Stein-Riemchen, welche an der Rückseite mit Dämmplatten ausgestattet sind. Diese Dämmplatten bestehen meistens aus Polyurethan und erreichen deswegen sehr gute Wärmedämmeigenschaften. Isolierklinker kommt sehr oft vor bei Sanierung oder Renovierung von alten oder beschädigten Fassaden. Er lässt sich auf verschiedenen Untergründen wie Kalksandstein, Backstein oder sogar alte Klinker verlegen.

VOLLKLINKERFASSADE: So eine Fassade ist wie eine Wetterschale für zweischalige Wände. Planen Sie aber eine Vollklinkerfassade von Anfang an, weil diese Fassadenvariante ein entsprechend breites Fundament benötigt, damit die Klinker Halt darauf haben. Die Entscheidung für Vollklinker muss gut überlegt sein. Die Fassadenverkleidung sollte zur Architektur des Hauses und Umgebung passen. Die Vollklinkerfassade ist ideal für Häuser mit klarer Formensprache und einem Satteldach. In manchen Fällen können großflächige Vollklinkerfassaden das Erscheinungsbild des Hauses erdrücken. Es gibt aber eine Lösung dafür: Sie können die Trennfugen zwischen den Steinen mit einem farbigen Mörtel füllen. So wirkt die Fassade leichter und ist angenehm anzusehen.

Das KOMPLETTGESCHOSS in Form einer Klinkerfassade: Mit Klinkern werden sehr oft bestimmte Hausteile abgetrennt wie beispielsweise ein ganzes Geschoss. Klinkerstein vermittelt eher einen massiven Eindruck und deshalb wird er als Verblender fürs Erdgeschoss am meisten eingesetzt. Für den Rest der Außenfassade kann man Putz oder Holz benutzen, weil diese eine perfekte Kombination mit Klinker bilden.

FASSADENTEILE mit Klinker gestalten: Am häufigsten werden eben die Fassadenteile mit Klinker versehen. Mit Ziegel-Elementen am Mauerwerk lassen sich verschiedene Bauteile wie Erker, Risalit oder eine Veranda hervorheben. Schon mit einem Ziegelsockel oder Eingangsbereich aus Ziegelsteinen kann das Erscheinungsbild des Hauses interessanter werden. Klinker eignet sich perfekt für die Fenster- oder Türumrandung. Fassadenklinker ist auch ideal für Bauelemente, die sehr schnell schmutzig werden wie z.B. Treppen, Schornstein, Säule oder Sockel.

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