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Terrassenüberdachung

Verantwortlicher Autor: Albert Urlberger Bogen, 05.02.2016, 09:49 Uhr
Presse-Ressort von: Albert Urlberger Bericht 5644x gelesen
Bild Terrassenüberdachung
Bild Terrassenüberdachung  Bild: Rangzen @fotolia

Bogen [ENA] Vorüberlegungen und Materialien: Während der warmen Jahreszeit wird die Terrasse zum „zweiten Wohnzimmer“. Damit Sie sie auch bei Wind und Wetter nutzen können, muss aber eine funktionale Terrassenüberdachung her.Materialwahl, Nutzungsart und Rechtsfragen.

Bei der Wahl der passenden Überdachung spielen mehrere Faktoren eine Rolle: Neben den gewünschten Funktionen sollten Sie ihr ungefähres Budget abstecken und sich außerdem im Vorfeld erkundigen, ob die geplante Konstruktion genehmigungspflichtig ist. Terrassenüberdachungen und ihre Funktionen: Welche Funktionen Ihr Terrassendach erfüllen soll, hängt von der Lage und Ausrichtung ab – und natürlich nicht zuletzt von Ihren individuellen Anforderungen. Je nach Bauweise dient die Überdachung als Sonnenschutz - Windschutz - Regenschutz. Genau hierin liegt auch der Unterschied zu einer Markise oder einem Sonnensegel: Diese sind in erster Linie als Schutz vor starker Sonneneinstrahlung konzipiert.

Um aber z.B. die Gartenmöbel vor schlechten Wetterbedingungen zu schützen, sind sie nur bedingt tauglich. Eine dauerhafte Überdachung ist allerdings merklich teurer, weshalb die Kosten entsprechend kalkuliert sein sollten. Ungefähre BUDGETPLANUNG: Ihre finanziellen Möglichkeiten und Ihre Wohnsituation nehmen entscheidenden Einfluss auf Material und Ausführung der Terrassenüberdachung: Eine langlebige Ausführung ist vor allem beim Eigenheim sinnvoll. Bei einem Mietobjekt hingegen stehen andere Aspekte im Vordergrund, etwa der Kostenaufwand und die Bauart.

Ein Bausatz mit einfachem Bodenanker zur Eigen-Montage, den Sie bei Bedarf ab- und an anderer Stelle wieder aufbauen können, ist unter Umständen praktischer als eine kostspielige Maßanfertigung. Werkstoffe für die Terrassenüberdachung: Ein Terrassendach sollte nicht nur funktional sein, sondern auch zum Stil des Hauses passen. Dieser beeinflusst die Wahl des Materials und die Konstruktionsart. Doch sollten Sie dabei auch weiteren Aspekten Rechnung tragen – etwa der Frage, ob die Überdachung lichtdurchlässig sein sollte. Je nach Region spielt auch die Statik eine Rolle: Kalkulieren Sie in schneereichen Regionen unbedingt die entsprechenden Schneelasten mit ein!

HOLZ: Preisgünstig und wohnlich. Für Holzüberdachungen sprechen gleich mehrere Gründe: Die warme, edle Optik passt zu vielen Baustilen; mithilfe von Lacken oder Farben können Sie das Holz ganz individuell gestalten. In Kombination mit Rankpflanzen wirken sie besonders schön und bilden zugleich einen Sichtschutz. Zudem sind hölzerne Terrassendächer dank fertiger Bausätze einfach in Eigenleistung zu bauen. Dem stehen einige Nachteile gegenüber, die der Baustoff mit sich bringt: Mögliche Schäden durch Sonneneinstrahlung - Empfindlichkeit gegen Schädlinge -Erhöhter Pflegeaufwand.

Verwenden Sie deshalb für Pfosten und Latten ausschließlich wetterbeständige Holzarten; bewährt hat sich Nadelholz (z.B. Douglasie) mit Kesseldruckimprägnierung. Eine sehr günstige, jedoch begrenzt haltbare Möglichkeit sind Vordächer aus Brettschichtholz bzw. Leimholz in Verbindung mit Doppelstegplatten aus Polycarbonat. Diese lassen viel Licht durchs Dach und sind äußerst pflegeleicht. Tipp: Besonders wohnlich und harmonisch wirkt Ihre Terrasse, wenn Sie Überdachung und Terrassendielen aus derselben Holzart kombinieren.

METALL: Für moderne Baustile: Ein Vordach aus Metall bietet sich an, wenn Sie auf der Suche nach einer stabilen und dauerhaften Überdachung sind. Wegen des geringen Eigengewichts eignet sich Aluminium (vor allem mit Pulverbeschichtung) perfekt für die Terrassenüberdachung, denn es ist extrem witterungsbeständig, wartungsarm uns stabil. Als Abdeckung dienen entweder verschiebbare Elemente aus Textilien (wie sie z.B. auch für Markisen und Sonnensegel verwendet werden) oder – als dauerhafte Variante – eine Verglasung. Bei geringer Profilbreite lassen sich aus Aluminium filigrane und trotzdem stabile Terrassendächer fertigen. Mit kühl-eleganter Optik in zeitlosem Anthrazit ergänzen sie moderne Architektur im Bauhausstil optimal.

GLAS: Transparenz für optimalen Lichteinfall. Maximale Lichtdurchlässigkeit bei Sonnenschein: Glasdächer vermittelt Ihnen den Eindruck, unter freiem Himmel zu sitzen – auch in der Nacht. Abgetönte Glasscheiben und bewegliche Glaseinsätze ermöglichen hohe Flexibilität bei der Nutzung, allerdings ist eine zusätzliche Beschattung nötig, um einen Wärmestau unter dem Glasdach zu vermeiden. Zu den Nachteilen eines Glasdachs zählen die vergleichsweise komplizierte Reinigung sowie die Empfindlichkeit gegenüber Hagel und hoher Schneelast.

Vorab BAUGENEHMIGUNG einholen. Je nach Bebauungsplan ist für Ihre Terrassenüberdachung eine Baugenehmigung notwendig. Die baurechtlichen Auflagen unterscheiden sich von Region zu Region – machen Sie sich also vorab beim zuständigen Bauamt über die baurechtlichen Auflagen kundig. Von diesen hängt auch ab, welche Höchstmaße für Ihr Vordach zulässig sind. Holen Sie also vor dem Bau unbedingt eine entsprechende Genehmigung ein. Fehlt diese, droht schlimmstenfalls der Abriss des Vorbaus auf eigene Kosten!

Übrigens: Falls der Bebauungsplan kein Terrassendach zulässt, sind Pergolen oder Gartenpavillons eine Alternative zu Terrassendächern: Weil sie (ähnlich wie Carports) zu allen Seiten offen und nicht fest überdacht sind, gelten sie im Hinblick auf das Baurecht nicht als Gebäude – und unterliegen deshalb auch nicht der Genehmigungspflicht.

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